Symbolfoto: Gläubige sind in der Al-Azhar-Moschee versammelt, während sie im Rahmen des heiligen Fastenmonats Ramadan ihr Iftar-Mahl essen. Foto: Ziad Ahmed/dpa

Ein christlicher Priester ist in der ägyptischen Stadt Alexandria niedergestochen worden und an den Folgen seiner Verletzung gestorben.

Die Sicherheitskräfte nahmen einen 60 Jahre alten Tatverdächtigen fest, wie das ägyptische Innenministerium mitteilte. Er soll am Donnerstag auf der Corniche an der Küste Alexandrias mit einem Messer auf den Geistlichen eingestochen haben. Das Motiv für die Tat ist bislang unklar. Bei dem Opfer handelte es sich um einen Priester der koptisch-orthodoxen Kirche.

In der Vergangenheit ist es in Ägypten immer wieder zu Angriffen auf Christen gekommen. Häufig waren dafür islamistische Extremisten verantwortlich. Die Christen machen in dem mehrheitlich muslimischen Land Schätzungen zufolge rund zehn Prozent der rund 100 Millionen Menschen umfassenden Bevölkerung aus.

Ägyptens höchster islamischer Geistlicher, Ahmed al-Tajib, verurteilte die Tat als „eine der größten Sünden“. Er warnte zugleich, derartige Vorfälle könnten zu „religiösen Kriegen“ führen. Al-Tajib ist Großimam der Kairoer Al-Azhar, einer der wichtigsten religiösen Lehranstalten des sunnitischen Islam.

dpa/dtj