Muğla: Ein Löschflugzeug der türkischen Streitkräfte wirft über einem Waldbrand im Süden der Türkei Wasser ab. Die Waldbrände in der Türkei, die als die schlimmsten seit Beginn der Aufzeichnungen gelten, begannen am 28. Juli und wüteten tagelang in mehr als der Hälfte der türkischen Provinzen. Mindestens acht Menschen und zahllose Tiere kamen ums Leben, Dörfer und Ferienorte mussten evakuiert werden. In einigen Provinzen halten sie noch an. Foto: Emre Tazegül/AP/dpa

Ankara schickt zwei Löschflugzeuge nach Griechenland, um dort den Kampf gegen die großen Waldbrände zu unterstützen.

Das teilte der griechische Außenminister Nikos Dendias am Montag nach einem Telefonat mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Çavuşoğlu mit. Hintergrund sei, dass die meisten Brände in der Türkei weitgehend unter Kontrolle gebracht worden seien. Dendias bedankte sich für die Hilfe, hieß es in einer Mitteilung des griechischen Außenministeriums.

Noch zu Beginn der verheerenden Waldbrände in der Türkei hatte Forstminister Pakdemirli erklärt, dass die türkischen Löschflugzeuge nicht in der Lage seien, zum Einsatz zu kommen. Das Hilfsangebot für den Nachbarn kommt zum jetzigen Zeitpunkt daher für viele überraschend.

Hilfsangebote der beiden Nachbarstaaten untereinander in Katastrophenfällen haben stets auch eine politische Komponente. Die beiden von Großbränden heimgesuchten Länder streiten sich seit Jahrzehnten um Hoheitsrechte in der Ägäis und um die Zypernfrage. In den vergangenen Monaten hatte sich die Lage immer wieder zugespitzt, dann aber auch wieder entspannt.

dpa/dtj