Archivfoto: Bundeswehrsoldaten sind derzeit auch in Mali im Einsatz. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Die Bundeswehr verlegt die ersten von insgesamt 50 Soldaten am kommenden Dienstag nach Bosnien-Herzegowina. Die Zahl wird stetig wachsen.

Den Wiedereinstieg in die EU-Mission Eufor Althea hatte der Bundestag im Juli beschlossen. Zunächst werde eine niedrige zweistellige Zahl in die Hauptstadt Sarajevo entsandt, sagte eine Sprecherin des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Ihre Zahl solle schrittweise wachsen, so dass vor der Parlamentswahl in dem Westbalkanstaat am 2. Oktober die deutschen Kräfte vollzählig vor Ort seien.

In Sarajevo soll die Bundeswehr dem Bericht zufolge die Koordination der Ausbildung der bosnischen Streitkräfte unterstützen. Zwei Verbindungs- und Beobachtungsteams sollen demnach im serbischen Landesteil Republika Srpska präsent sein und dort mit der Bevölkerung in Austausch treten. Deren nationalistische Führung arbeitet auf die Abspaltung vom Bundesstaat Bosnien-Herzegowina hin.

Deutschland beteiligte sich bereits von 2004 bis 2012 an dem Einsatz. Als Gründe für die Rückkehr nach Bosnien-Herzegowina führen das Außen- und das Verteidigungsministerium laut dem Bericht die angespannte innenpolitische Lage sowie Versuche der Einflussnahme durch Russland an.

dpa/dtj