Burak Yilmaz von Galatasaray blieb auch im Spiel gegen den FC Kopenhagen glück- und torlos.

Vor der Champions-League-Gruppenpartie gegen den FC Kopenhagen hatte Roberto Mancini erklärt, sich auch mit einem Remis beim dänischen Meister zufrieden zu geben. Doch es kam alles anders: Galatasaray fing sich in Kopenhagen – im Parken-Stadion holte der türkische Spitzenklub 2000 den UEFA-Cup-Titel – ein frühes Gegentor und kehrte mit leeren Händen nach Istanbul zurück. Damit ist Real Madrid als Tabellenführer schon so gut wie durch, dahinter stehen die restlichen Mannschaften der Gruppe eng beieinander. Galatasaray hat ein schwieriges Restprogramm und muss sich nun sogar ernsthafte Sorgen um Platz drei, der zur Europa League berechtigt, machen.

Der Champions-League-Abend stand nicht unter besonders guten Vorzeichen für die Löwen. Die Gäste erwischten einen schlechten Start und fingen sich bereits nach sechs Minuten das Gegentor. Nach einer präzisen Hereingabe von Rurik Gislason stand Daniel Braaten goldrichtig und erzielte sehenswert per Hacke das 1:0 für den dänischen Vertreter. Es schien so, als hätte der Favorit aus Istanbul den Schock des frühen Rückstandes nicht verdaut, da setzte Nicolai Jörgensen zwei Minuten später nach einem Freistoß den Ball per Kopf an den Pfosten (8.). Galatasaray kam mit den selbstbewusst aufspielenden Gastgebern nicht klar, die in der Anfangsphase kaum zu bändigen waren. Nach einem Fehler von Felipe Melo tauchte der Isländer Gislason plötzlich im Strafraum auf, verfehlte jedoch das Tor von Ersatzkeeper Eray İşcan, der aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Fernando Muslera sein Champions-League-Debüt feierte.

Kopenhagen demonstiert seine Heimstärke

In der 21. Minute erzielten die Löwen ein Tor, das allerdings wegen einer Abseitsstellung zurecht keine Anerkennung fand. Mitte der ersten Halbzeit wollte dann Melo seinen Patzer wiedergutmachen. Der brasilianische Mittelfeldspieler traf in Folge eines Eckstoßes das Aluminium und verpasste auch im Nachsetzen das dänische Tor (34.). Vor der Halbzeitpause vergaben noch sowohl Braaten für Kopenhagen, als auch Didier Drogba für Galatasaray gute Möglichkeiten. Somit stand es nach 45 Minuten noch 1:0 für den Underdog, der das Hinspiel in der Türk-Telekom-Arena mit 1:3 verlor. Daran sollte sich in der zweiten Halbzeit auch nichts mehr ändern. Galatasaray war zwar bemüht, aber in den entscheidenden Momenten zu inkonsequent. Der FC Kopenhagen schaukelte die knappe Führung über die 90 Minuten und unterstrich mit dem Sieg seine Heimstärke. Auch Juventus Turin musste sich am ersten Spieltag in Kopenhagen mit einem Remis zufriedengeben.

Kopenhagen und Galatasaray sind nun punktgleich und haben vier Punkte auf der Habenseite. Aufgrund des direkten Vergleichs liegt Gala auf Platz zwei. Schlusslicht Juve liegt nach drei Unentschieden aus vier Spielen nur einen Zähler dahinter.

„Wir hätten den Sieg verdient“

Nach dem Abpfiff vertrat Galatasaray-Trainer Mancini die Meinung, dass das Resultat nicht den Spielverlauf wiederspiegeln würde: „Die Niederlage ist nicht gerecht. Wir hätten eigentlich sogar den Sieg verdient und haben nun eine große Gelegenheit verpasst. Mit einem Sieg hätte uns gegen Juventus selbst ein Unentschieden gereicht. Nun sind wir gezwungen, Juventus zuhause zu schlagen. Zunächst müssen wir jedoch unser Abwehrproblem abstellen und weniger Gegentore kassieren.“