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Erdoğan droht Ratingagenturen Moody’s und Fitch mit Rauswurf

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Immer wieder geraten Rating-Agenturen bei Staatslenkern in die Kritik. Sie seien unfair und gäben den Ländern nicht die Bonitätsnote, die sie eigentlich verdienten. Auch der neue Präsident der Türkei, Recep Tayyip Erdoğan, macht den Experten von Moody’s und Fitch Druck. „Wenn sie so weitermachen, kann ich dem Ministerpräsidenten sagen, dass er die Zusammenarbeit mit diesen beiden (Ratingagenturen) ebenfalls einstellt“, zitiert die Internetseite von CNN Türk den Staatschef. Soweit sei es allerdings noch nicht, fügte der Präsident auf der Rückreise von einem Staatsbesuch in Katar hinzu.

Erdoğan ist der Ansicht, dass in dem Land seit den Präsidentschaftswahlen größere politische Stabilität eingekehrt sei. Dies sei von den beiden Ratingagenturen außer acht gelassen geworden.

Beide US-Unternehmen hatten zuletzt vor möglichen Folgen einer anhaltenden politischen Unsicherheit nach den Wahlen gewarnt. Erst im vergangenen Jahr hatte die Türkei ihre Zusammenarbeit mit der Ratingagentur Standard and Poor’s beendet.

Derzeit herrscht auf dem türkischen Finanzmarkt Skepsis. Es waren zuletzt Gerüchte aufgetaucht, dass Wirtschaftsminister Ali Babacan 10 Banken ins Visier genommen habe, um sie eventuell zu verstaatlichen. Der Finanzminister dementierte dies allerdings.