Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan (2.v.r.), inmitten der Staats- und Regierungschefs beim zweitägigen G20-Gipfel in Rom. Foto: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat seine Teilnahme am UN-Klimagipfel in Glasgow wegen angeblich mangelnder Sicherheitsstandards zurückgezogen. Die Details zu der ungewöhnlichen Absage.

„Nachdem unseren Anforderungen nicht entsprochen wurde, haben wir darauf verzichtet, nach Glasgow zu reisen“, sagte Erdoğan nach einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu vom Montag im Flugzeug vor mitreisenden Journalisten.

„Das ist eine Angelegenheit, die nicht nur unsere eigene Sicherheit betrifft, sondern auch das Ansehen unseres Landes“, sagte er. Sie hätten „in letzter Minute“ erfahren, dass den Anforderungen der Türkei nicht entsprochen werden könne. Einem anderen Land seien dieselben Standards aber ausnahmsweise genehmigt worden.

Erdoğan nennt Scholz „sympathisch“

„Das entsprach auch nicht den diplomatischen Gepflogenheiten. Das konnten wir nicht akzeptieren“, sagte er. Der türkische Präsident äußerte sich auch zu dem voraussichtlichen Nachfolger von Kanzlerin Angela Merkel, dem bisherigen Bundesfinanzminister Olaf Scholz. „Ich finde ihn sympathisch“, sagte er.

Erdoğan hatte am Wochenende am G20-Gipfel in Rom teilgenommen und sollte eigentlich weiter nach Glasgow reisen. Stattdessen kehrte er in der Nacht zu Montag überraschend in die Türkei zurück.

dpa/dtj