Islamhasser Allen West stürzt über muslimische Wählerstimmen

Nach langem Herumlavieren und dem Verbreiten von Verschwörungstheorien über angebliche Wahlfälschungen, die von seinen Anhängern in Umlauf gebracht worden waren, hat das islamophobe Aushängeschild Allen West am gestrigen Mittwoch seine Niederlage im Rennen um den Sitz im Repräsentantenhaus für den Stimmkreis 18 in Süd-Florida eingeräumt.

Sein Rivale Patrick Murphy, ein Ex-Republikaner, den die extremen Auffassungen Wests dazu bewogen hatten, zu den Demokraten zu wechseln und diesem im Kampf um den Sitz herauszufordern, hatte am Ende einen Vorsprung von etwa 1.900 Stimmen. Allen West hatte im Vorfeld mehr als 17 Mio. $ für den Wahlkampf ausgegeben und damit mehr als Vierfache seines Rivalen.

West verbreitete mit Vorliebe die Standardmeme dogmatischer Islamophober, beispielsweise der Islam wäre „keine Religion, sondern eine totalitäre und theokratische politische Ideologie“ und Terrorismus wäre dem Islam inhärent. Den in seinem Stimmkreis mit mehr als 70% wiedergewählten muslimischen Repräsentanten von Minnesota-5 im Kongress, Keith Ellison (D), beschuldigte er, dieser würde „die Antithese all jener Prinzipien, auf denen dieses Land gegründet wurde“, repräsentieren. Unter europäischen Islamhassern gilt Allen West nicht zuletzt deshalb als eine Art Säulenheiliger.

West hatte aber am Ende die Rechnung ohne jene Amerikaner gemacht, die entschlossen waren, trotzig an der Glaubensfreiheit als essenzieller Grundlage des American Way of Life festzuhalten.

Imran Siddiqui von der Organisation „Empowering Motivating Educating Resourceful Grassroots Entities” (EMERGE – zu Deutsch „Steht auf”), der muslimische Wähler im Stimmkreis registriert, gab auf Nachfrage an, 2.500 Muslime in der Datenbank des Stimmkreises zu führen. Ihre Wahlbeteiligung hätte bei 80% gelegen. Diese 2.000 Stimmen könnten am Ende den Ausschlag gegen den Islamhasser West gegeben haben. (loonwatch.com)