Auch Jungen sind von sexualisierter Gewalt auf der Flucht betroffen. Foto: Aaron Burden / Unsplash

Auf der Flucht vor Krieg und Konflikten sind Kinder einer Studie der Hilfsorganisation World Vision zufolge häufig sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Wo es besonders gefährlich ist und was geeignete Schutzmechanismen sein könnten.

Besonders gefährlich seien osteuropäische Länder und Transitländer wie Libyen oder die Türkei. Auch in Deutschland seien geflüchtete Mädchen und Jungen gefährdet, da sie oftmals mit Fremden in Sammelunterkünften untergebracht würden. Die Organisation forderte von der Bundesregierung am Dienstag ein Gewaltschutzkonzept.

Dazu soll gehören, dass geflüchtete Familien dezentral untergebracht werden. Zusätzlich empfiehlt World Vision psychosoziale Hilfe für die Kinder in deren Muttersprache. In der Studie gibt es keine Angaben zur Zahl solcher Fälle.

„Wir blicken in ein großes Dunkelfeld“

Die Organisation stützt sich auf Aussagen von Sozialpädagogen und Psychotherapeuten. „Wir blicken in ein großes Dunkelfeld“, sagte Forschungsleiterin Caterina Rohde-Abuba. World Vision ist nach eigenen Angaben derzeit in 48 Ländern im Einsatz.

dpa/dtj