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Gesellschaft

Muslime rufen zu Spenden und tatkräftiger Unterstützung auf

Die schlimmsten Tage der Flutkatastrophe sind vorerst überstanden. Dennoch herrscht in den betroffenen Gebieten immer noch Not. Muslimische Verbände fordern alle Angehörigen dazu auf, gerade jetzt weiter großzügig zu helfen. (Foto: epa)

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Muslime rufen zu Spenden und tatkräftiger Unterstützung auf

Mittlerweile befinden sich nach der Hochwasserkatastrophe der letzten Wochen die betroffenen Gebiete langsam auf dem Weg zurück zur Normalität. Die Pegelstände sinken, die Trockenheit der letzten Tage hat eine Entspannung begünstigt.

Dennoch ist die Not immer noch groß und viele Betroffene bemerken erst jetzt den vollen Umfang der Schäden an ihrem Hab und Gut.

Aus diesem Grunde rufen muslimische Verbände weiter und jetzt erst recht zu Gebeten, tatkräftiger Unterstützung und zu Spenden für die vom Hochwasser heimgesuchten Mitbürger auf.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman A. Mazyek, erinnerte am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur dpa in Köln, dass auch Muslime zu den Geschädigten gehören. So sei in Halle an der Saale die untere Etage einer Moschee überschwemmt worden. Am letzten Freitag waren in zahlreichen Moscheen Spenden gesammelt worden. Man könne aber auch bei den Aufräumarbeiten mithelfen oder für die Opfer beten. Hilfe für den Nachbarn sei ein wichtiger Aspekt im Islam. Als Motto könne der Spruch des Propheten dienen: „Der Beste unter Euch ist der, der für die Menschen am besten ist.“

Auch die DITIB beteiligt sich an den Solidaritätsaufrufen. „Dies ist auch unsere Heimat: Wir teilen den Erfolg, die Freude, die Hoffnung, natürlich auch die Not, die Verzweiflung und Betroffenheit“, heißt es in einer Mitteilung des mitgliederstärksten Islamverbandes in Deutschland. Dem Aufruf schlossen sich auch Verbände wie die Schura Niedersachsen an.

In Österreich haben sich vor allem Verbände wie die Islamische Föderation Wien oder die „Muslimische Jugend Österreichs“ durch Arbeit und Gebete vor Ort und durch Spenden eingebracht.

„Fontäne“ mit speziellem Hilfsprogramm für Buchhandlungen und Verlage

Die Zeitschrift „Fontäne“ des Main-Donau-Verlags weist in ihrem Aufruf zur Hochwasserhilfe auf einen Aspekt hin, der bis dato wenig Beachtung gefunden hatte. Zahlreiche Buchhandlungen und Verlage wurden demnach durch die Wassermassen entweder komplett verwüstet oder haben große Schäden erlitten.

Im Rahmen einer Kampagne des „Sozialwerks des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels“ möchte der Verlag nun die Leserinnen und Leser und alle Freunde der Zeitschrift „Fontäne“ dazu aufrufen, sich an einer Hilfsaktion zu beteiligen.
„Gemeinsam wollen wir den Betroffenen unsere Hand reichen und bitten daher um Spenden, die wir an sie weiterleiten werden“, heißt es in einer Erklärung des Unternehmens.