Bei einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen habe der bulgarische Innenminister Mladen Marinov die Position bekräftigt, dass die Migrationsabmachun zwischen der EU und der Türkei weiterhin umgesetzt werden sollte, sagte er nach dem Besuch des Grenzübergangs Kapitan Andreevo. Foto: Republik Bulgarien/Innenministerium

Bulgarien warnt vor zunehmender Migration in die Europäische Union. Über die Türkei versuchten wieder mehr Menschen, in das kleine EU-Land zu gelangen.

Der Migrationsdruck sei gestiegen, hieß es von den zuständigen Behörden in der Hauptstadt Sofia. Genaue Zahlen wurden dabei nicht genannt. Am Sonntag wurden der Polizei zufolge 141 Migranten festgehalten, nachdem sie die Grenze zwischen der Türkei und Bulgarien, eine EU-Außengrenze, illegal überquert hatten. Es war das erste Mal seit Beginn der Corona-Pandemie, dass die Behörden über eine so hohe Zahl an illegalen Grenzübertritten an einem Tag berichteten. Laut bulgarischem Innenministerium soll die Sicherung der Grenze zur Türkei nun verstärkt werden.

Immer wieder versuchen Migranten aus Krisengebieten, illegal über die bulgarisch-türkische Grenze zu kommen, um nicht an den Grenzübergängen in Bulgarien registriert zu werden. Das ärmste EU-Land ist für die meisten Migranten nur ein Transitland auf dem Weg nach Mittel- und Westeuropa.

Die auf dem Festland 259 Kilometer lange bulgarische EU-Außengrenze zur Türkei wird seit 2014 teilweise und seit 2017 komplett durch einen Drahtzaun mit Stacheln geschützt und mit Wärmebildkameras überwacht.

dpa/dtj