Ölemirate bringen sich als Retter in der Not ins Spiel

Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate wollen der bedrängten Übergangsregierung in Ägypten mit Milliardenhilfen unter die Arme greifen. Der saudische Finanzminister Ibrahim bin Abdulasis Al-Assaf kündigte ein Hilfspaket in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar an, wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA am Dienstagabend meldete. Das Paket setze sich aus einer Milliarde Dollar Direkthilfe, Öl und Gas im Wert von zwei Milliarden Dollar und einem zinslosen Kredit in Höhe von ebenfalls zwei Milliarden Dollar zusammen.

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) kündigten ebenfalls Unterstützung an. Die Rede ist von einer Milliarde Dollar Direkthilfe und zinsfreien Kredite über zwei Milliarden Dollar für Ägypten an. Das habe der Nationale Sicherheitsberater Scheich Hassa bin Sajed Al Nahjan dem ägyptischen Übergangspräsidenten Adli Mansur in Kairo unterbreitet, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Wam. Al Nahjan habe Mansur übermittelt, dass die VAE-Führung ihm Erfolg bei seiner Mission wünsche.

Muslimbrüder: „Kein Kompromiss mit den Putschisten“

Die ägyptischen Muslimbrüder haben unterdessen das Angebot abgelehnt, Ämter im Übergangskabinett zu übernehmen, das vom neuen Premier Hazem al-Beblawi gebildet wird, meldet AFP am Mittwoch.

Am Vortag hatte der vom Interimspräsident Adli Mansur ernannte Premier erklärt, er schließe nicht aus, dass Vertreter der Muslimbrüder ins Kabinett einsteigen würden.

„Wir haben mit den Putschisten nichts gemeinsam. Wir lehnen alles ab, was von ihnen kommt“, zitiert die Agentur den Muslimbruder Tareq al-Morsi.

Ägyptens Militär hatte den Präsidenten Mohammed Mursi abgesetzt und unter Arrest gestellt. An dessen Stelle trat übergangsweise der Präsident des Verfassungsgerichts Adli Mansur. Auch die unter dem Einfluss der Muslimbrüder ausgearbeitete Verfassung wurde ausgesetzt. (dpa/RIA Novosti)