Die BPE der Berliner Polizei führt einen Mann ab. In der Hauptstadt zählen vor allem die Gegenden um U- und S-Bahnhöfe zu Kriminalitätsschwerpunkten. Foto: Polizei Berlin

Mehr als 100 Polizisten gehören seit rund einem Jahr der Brennpunkt- und Präsenzeinheit (BPE) an. Sie sprechen unter anderem auch Arabisch und Türkisch.

249 Festnahmen, 2750 Anzeigen, 10.000 gefundene Drogenpäckchen und 100.000 beschlagnahmte Euro – das ist die Bilanz der Anfang 2020 gestarteten Brennpunkteinheit der Berliner Polizei für die Kriminalitäts-Schwerpunkte in der Innenstadt. Dazu komme ein „nicht messbares ‚Mehr an Sicherheit'“, teilte die Polizei kürzlich mit. Die 125 Polizisten der Brennpunkt- und Präsenzeinheit (BPE) seien vor allem am Alexanderplatz, Görlitzer Park, Kottbusser Tor, an der Warschauer Brücke und in Nord-Neukölln unterwegs gewesen. Die Anwohner, unter denen auch sehr viele mit internationaler Migrationsbiografie, und Geschäftsleute hätten sich „überwiegend sehr positiv über die sichtbare Polizeipräsenz“ geäußert.

Die Einheit hat ihren Dienst im Januar 2020 begonnen und sollte die sichtbare Präsenz der Polizei an den schwierigen Orten mit viel Drogenhandel, Taschendiebstahl und Schlägereien erhöhen. Die Polizisten sollen sich in den Kiezen gut auskennen und ständige Ansprechpartner für Bewohner und Geschäftsleute sein. Die Mitglieder der Einheit seien zwischen 21 und 56 Jahren alt, hieß es am Dienstag. Viele könnten eine weitere Sprache: Englisch, Türkisch, Arabisch, Russisch, Slowakisch, Polnisch, Serbisch, Kroatisch, Rumänisch, Spanisch, Persisch und Kumykisch, das im Nordkaukasus gesprochen wird. Die Arbeit der Einheit will die Polizei in den nächsten Tagen im Internet präsentieren.

dpa/dtj