Palästinenser werfen Steine in Richtung israelischer Streitkräfte. In der Türkei sind nun israelische Agenten bei dem Versuch der Spionage von palästinensischen Studierenden aufgeflogen. Foto: Majdi Mohammed/AP/dpa

Israel hat nach eigenen Angaben wegen des Verdachts der Terrorfinanzierung 23 Tonnen Schokoladen-Riegel auf dem Weg in den Gazastreifen beschlagnahmt.

Verteidigungsminister Benny Gantz habe die Maßnahme genehmigt, weil entsprechende nachrichtendienstliche Informationen vorgelegen hätten, bestätigte eine Sprecherin des Ministers. Für den Verkauf der Schokoladenriegel wären Mitglieder der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas verantwortlich gewesen. Mit dem Geld hätten Terroraktivitäten der Palästinenserorganisation finanziert werden sollen.

Israel kontrolliert die Wareneinfuhr in das Küstengebiet. Das Land hatte 2007 eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Maßnahme mit Sicherheitsinteressen. Die EU, USA und Israel stufen die Hamas als Terrororganisation ein. In dem Küstenstreifen leben rund zwei Millionen Menschen, davon ein Großteil nach Angaben von Hilfsorganisationen unter sehr schlechten Bedingungen.

Im Mai war zwischen Israel und militantem Palästinensern im Gazastreifen ein elftägiger bewaffneter Konflikt ausgebrochen. Dabei wurden in Israel nach offiziellen Angaben 13 Menschen getötet, im Gazastreifen starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums 255 Menschen. Ägypten vermittelte schließlich eine Waffenruhe.

dpa/dtj