Die türkische Polizei geht immer wieder gegen Gülen-Anhänger vor. Foto: EGM

Türkische Sicherheitskräfte haben Einsätze gegen Vereinigungen begonnen, die in dem Land als Terrororganisationen gelten. Seit dem Putschversuch vom Juli 2016 wurden rund anderthalb Millionen Menschen beschuldigt. Die Details.

Polizei und Gendarmerie seien unter anderem in Istanbul in einer großangelegten Operation gegen mutmaßliche Mitglieder der linksextremen Organisation DHKP-C vorgegangen, berichtete der staatliche Nachrichtensender TRT am Freitag. Bisher seien 54 Menschen in zahlreichen Provinzen gefasst worden, insgesamt seien 126 Festnahmen angeordnet worden.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete zudem, auf Anordnung der Staatsanwaltschaft im westtürkischen Balikesir seien 15 mutmaßliche Anhänger der sogenannten Gülen-Bewegung gefasst worden.

Gülen-Bewegung im Fokus

Die Staatsanwaltschaft in Ankara habe ihrerseits die Festnahme von 98 mutmaßlichen Gülen-Anhängern angeordnet. Ihnen werde vorgeworfen, die Zentrale der Gendarmerie infiltriert haben zu wollen. 46 Menschen seien bisher gefasst worden.

Die Gülen-Bewegung – benannt nach dem in den USA lebenden islamischen Prediger Fethullah Gülen – gilt in der Türkei als Terrorgruppe. Die Türkei geht regelmäßig gegen mutmaßliche Mitglieder und Anhänger der Gruppierung vor. Seit dem Putschversuch im Jahr 2016 wurden laut offiziellen Zahlen 1,4 Millionen Menschen als Terrorverdächtige beschuldigt.

dpa/dtj