Bozkurt: Zerstörte Autos liegen nach Überschwemmungen und Schlammlawinen in der türkischen Provinz Kastamonu auf einer Straße. Die durch sintflutartige Regenfälle ausgelösten Überschwemmungen haben am Mittwoch und Donnerstag, die Provinzen Bartın, Kastamonu, Sinop und Samsun am Schwarzen Meer heimgesucht, Häuser und Brücken zerstört und Autos von den Sturzbächen mitgerissen. Hubschrauber waren im Einsatz, um die auf den Dächern gestrandeten Menschen zu retten. Foto: ---/IHA/AP/dpa

Seit Tagen kämpften Einsatzkräfte in der Türkei gegen verheerende Feuer. Jetzt kam es im Norden zu Überschwemmungen. Stand heute gibt es 17 Tote in drei Städten.

Im Mittelmeerraum schöpfen Griechenland und die Türkei Hoffnung auf eine Besserung der Waldbrandlage, während Italien weiter im Dauereinsatz versucht, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. In der stark von Feuern betroffenen Region Kalabrien im äußersten Süden des italienischen Festlandes sprach die Feuerwehr von einer kritischeren Lage. Dorthin schickte Frankreich drei Löschflugzeuge zur Unterstützung, die zuvor in Griechenland im Einsatz waren, wie der französische Zivilschutz am Donnerstag auf Twitter schrieb.

In der Türkei besserte sich die Lage etwas. Die Feuerwehr brachte in der südwesttürkischen Provinz Muğla zwei Wochen nach seinem Ausbruch einen Großbrand unter Kontrolle. Sie seien dabei, das Gebiet im Bezirk Köyceğiz abzukühlen, schrieb Forstminister Bekir Pakdemirli in der Nacht zu Donnerstag auf Twitter. Zuletzt hatten starke Winde die Löscharbeiten in der Region behindert.

Überschwemmungen sorgen im Norden für Schock

Seit Ende Juli waren in der Türkei mehr als 200 Feuer ausgebrochen, darunter 16 große Waldbrände. Mehr als die Hälfte der 81 Provinzen waren betroffen. Inzwischen wurden die meisten Brände unter Kontrolle gebracht. Besonders in den Küstenprovinzen Antalya und Muğla hat das Feuer große Zerstörung angerichtet. Acht Menschen kamen ums Leben.

12.08.2021, Türkei, Bozkurt: Eine Rettungshelferin hält ein Kätzchen in den Händen, das sie aus einem Gebäude in der Provinz Kastamonu gerettet hat. Foto: —/IHA/AP/dpa

Im Norden der Türkei kämpfen Einsatzkräfte unterdessen gegen Überschwemmungen. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde Afad kamen am Schwarzen Meer 17 Menschen in den Fluten ums Leben, eine weitere Person wurde verletzt. Mehr als 600 Menschen wurden demnach aus verschiedenen Regionen in Sicherheit gebracht. Die durch sintflutartige Regenfälle ausgelösten Überschwemmungen haben am Mittwoch die Provinzen Bartın, Kastamonu, Sinop und Samsun heimgesucht, Häuser und Brücken zerstört und Autos von den Sturzbächen mitgerissen. Hubschrauber waren im Einsatz, um die auf den Dächern gestrandeten Menschen zu retten.

dpa/dtj