ARCHIV - 21.08.2019, Türkei, Istanbul: Süleyman Soylu, Innenminister der Türkei, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Ahmet Bolat/POOL ANADOLU/AP/dpa

Die türkische Regierung lässt die Vermögenswerte von 770 Menschen einfrieren. Die Maßnahme richtet sich gegen mutmaßliche Mitglieder von Organisationen, die unter anderem in der Türkei als terroristische Vereinigungen eingestuft werden, wie aus einer Mitteilung im Staatsanzeiger vom Freitag hervorgeht.

Die von Finanzminister Nureddin Nebati und Innenminister Süleyman Soylu (Foto) unterschriebene Entscheidung betreffe unter anderem 454 mutmaßliche Mitglieder der Gülen-Bewegung sowie eine ihr nahe Stiftung in den USA.

Ankara macht die Gülen-Bewegung für den Putschversuch 2016 verantwortlich und geht regelmäßig gegen mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer vor. Die Bewegung bestreitet die Vorwürfe.

Neben mutmaßlichen Mitgliedern verschiedener verbotener linker und islamistischer Organisationen wurden auch 108 mutmaßliche Mitglieder der PKK gelistet. Wie viel Vermögen damit insgesamt eingefroren wird, war zunächst nicht bekannt.

dpa/dtj