Türkei: Unbekannte greifen AKP-Parteizentrale und Justizministerium an

Ankara unter Schock: Am Dienstagabend kamen in der Hauptstadt zwei Explosionen zustande. Betroffen waren die Parteizentrale der regierenden AKP und das Justizministerium. Der Angriff auf die AKP-Parteizentrale sei mit einer M72 LAW-Waffe durchgeführt worden, hieß es in den türkischen Medien. Es wurden die Etagen 7 und 8 anvisiert, wo sich auch das Büro des Premierministers Erdoğan befindet. Bei dem Einschlag entstand erheblicher Sachschaden. Dutzende Fenster gingen zu Bruch. Erdoğan befand sich zum Anschlagszeitpunkt nicht im Gebäude, da er derzeit in Dänemark ist.

Die Polizei hat das Gebiet weiträumig abgesperrt. Die Ermittlungen laufen. Mehrere Parteifunktionäre kamen in die Zentrale, um sich vor Ort über den Vorfall zu informieren.

Zeitgleich ist das Justizministerium Ziel eines Anschlags geworden. Justizminister Ergin erklärte, dass zwei Handgranaten auf das Ministerium geworfen wurden. Dabei seien zwei Menschen verletzt worden. Weitere Details sind zur Stunde nicht bekannt.

In der Türkei ist die politische Lage auch aufgrund der laufenden Friedensverhandlungen mit der Terrororganisation PKK derzeit angespannt. Für das am Donnerstag stattfindende Neu- und Frühjahrsfest Newroz kündigte PKK-Führer Öcalan einen „historischen Aufruf“ an.