Die Terrorwelle in der Türkei hält an. Nach dem Anschlag in Dağlıca gab es am Dienstag erneut einen Terroranschlag der PKK. In Iğdır im Osten der Türkei wurde Meldungen zufolge ein Polizeibus angegriffen, dabei sollen 12 Polizisten ums Leben gekommen sein. Über die Identität der Polizisten und die Umstände des Anschlags ist zurzeit nichts Näheres bekannt. Der Generalstab hat sich noch nicht geäußert. 

Bei den Gefallenen handelt es sich um Polizisten, die am türkisch-armenischen Grenzübergang Dilucu Dienst hatten. Der Anschlag habe sich in den Morgenstunden in der Nähe des Dorfes Hasanhan zwischen Iğdır und Aralık ereignet. Dabei sollen die Terroristen beim Passieren des Polizeibusses Sprengstoff zum Explodieren gebracht haben, den sie dort vorher deponiert hatten. Ende August hatte es in unmittelbarer Nähe bereits schon einmal einen PKK-Angriff auf türkische Soldaten gegeben. 

16 Tote in Dağlıca

Bei dem Angriff der PKK im südosttürkischen Dağlıca waren nach Angaben der türkischen Armee 16 Soldaten getötet worden. Sechs weitere seien verletzt, teilten die türkischen Streitkräfte am Montagnachmittag mit. Die Angaben der PKK, die laut Nachrichtenagentur ANF erklärte, sie habe 31 Soldaten getötet, bestätigte die Armee damit nicht.

Ein Militärkonvoi war am Sonntag in Dağlıca nahe der irakischen Grenze in eine Sprengfalle geraten. Anschließend lieferten sich PKK-Terroristen schwere Gefechte mit den Sicherheitskräften. Die Armee flog am Montag Vergeltungsschläge gegen PKK-Stellungen im Bezirk Yüksekova. Insgesamt habe die Luftwaffe 23 Ziele bombardiert, erklärte das Militär.

Staatspräsident Erdoğan betonte, dass der Kampf gegen die PKK, von der eine größere Bedrohung als vom IS ausgehe, mit allen Mitteln fortgesetzr werde.