Joe Biden, Präsident der USA. Foto: Patrick Semansky/AP/dpa

US-Präsident Joe Biden hat die Vermittlungsversuche der Türkei zwischen Moskau und Kiew im Ukraine-Krieg gewürdigt. „Der Präsident ist sehr dankbar für die Rolle, die die Türkei spielt“, sagte eine Sprecherin des Weißen Hauses.

Biden und Erdoğan hätten „ihre Unterstützung für die Ukraine bekräftigt und die Notwendigkeit eines sofortigen Endes der russischen Aggression betont“. In Antalya hatten am Donnerstag Gespräche zwischen dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow unter türkischer Vermittlung stattgefunden.

Konkrete Ergebnisse wurden zwar nicht erreicht, Erdoğan nannte das Treffen gegenüber Biden aber „einen diplomatischen Triumph“, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Es war das erste Treffen auf solch hoher Ebene seit Beginn des Kriegs vor etwa zwei Wochen. Ankara pflegt enge Beziehungen zu Kiew und zu Moskau.

„Triumph“ für Erdoğan?

Erdoğan forderte in dem Telefonat auch die Aufhebung der US-Sanktionen gegen Ankara. Die USA hatten unter dem damaligen US-Präsident Donald Trump Sanktionen gegen die Türkei wegen des Erwerbs des russischen Raketenabwehrsystems S-400 verhängt. Die Beziehungen zwischen Biden und Erdoğan gelten als vorbelastet.

US-Präsident Biden hatte Erdoğan im Wahlkampf etwa öffentlich als Autokraten bezeichnet (DTJ-Online berichtete). Offiziellen Informationen zufolge haben die Nato-Partner nur selten Kontakt.

dpa/dtj